Absatzkrise und Preisverfall für Champagner

Veröffentlicht auf von Mario Scheuermann

Champagner ist derzeit so billig zu haben wie noch nie. Deutsche Discounter und  französische Supermärkte liefern sich wahre Preisschlachten. Die Preise für die günstigsten Sorten sind schon auf unter zehn Euro gesunken. Große Kaufhausketten wie Carrefour und Leclerc verramschen Champagner  mit bis zu 30 Prozent Rabatt.  Carrefour startete eine Kampagne für Champagne Brut Hubert Claminger für 8,90 Euro. Super U in der Bretagne lockt bis zum Heiligabend mit Champagne Louise Damini Brut für 8,50 Euro.  Hintergrund für diesen Preisverfall  sind einerseits die zusammengebrochnen Exportmärkte und andererseits die prallvollen Lager des Zwischenhandels. Dort lagern derzeit schätzungsweise  1,2 Milliarden Flaschen. Das deckt den Absatz der nächsten drei Jahre. Die Folgen für die Champagnererzeuger ist dramatisch. In diesem Jahr werden  sie nur maximal 280 Millionen Flaschen füllen. Vor zwei Jahren waren es noch 339 Millionen Flaschen.

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boris maskow 12/21/2009 15:22


meine güte, halb so wild. ca. drei jahresproduktionen liegen doch sowieso immer in den kellern der champagne. dass jetzt voraussichtlich etwas weniger als 300 mio fl. p.a. verkauft werden ist
allenfalls eine kurskorrektur, aber sicher keine krise in dem ausmass, wie sie durch blogs und zeitschriften geistert.