Mittwoch, 31. dezember 2008
Wenn in der Silvesternacht die Korken knallen, wird Rotkäppchen-Sekt besonders stark vertreten sein. Nach einer Verbraucheranalyse 2008 der Verlage Axel Springer und Bauer ist Rotkäppchen mit
23,4 Prozent aller Nennungen die in Deutschland beliebteste Sektmarke. Danach folgen nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung Freixenet mit 16,2 Prozent vor Asti Cinzano mit 11,1 Prozent und Mumm
mit 10,4 Prozent. Jeweils um die sieben Prozent liegen die Hausmarken des Discounters Aldi wie "Erlenbrunn" sowie Fürst von Metternich, Henkell Trocken, Faber und Söhnlein Brillant. Insgesamt
trinken der Analyse zufolge 73 Prozent der Deutschen gern Schaumwein.
von Mario Scheuermann
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Dienstag, 30. dezember 2008
Vier Banditen haben am Dienstag bei einem dreisten Überfall in Norditalien einen Lastwagen mit einigen Tausenden Flaschen Champagner im Wert von 1,5 Millionen Euro geraubt. Die Männer hatten am
Morgen den Laster unter Vortäuschung einer Polizeikontrolle von der Autobahn Turin-Mailand heruntergelockt. Dies berichten italienische Medien. Die beiden rumänischen Fahrer wurden mit
einem Sack über dem Kopf an einen anderen Ort gebracht und dort unverletzt ausgesetzt, während die Räuber mit der kostbaren Ladung verschwanden. Das Auto konnte wiedergefunden werden, aber von
dem Champagner fehlt nach Angaben der Polizei bisher jede Spur.
von Mario Scheuermann
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Dienstag, 30. dezember 2008
Die Henkell & Söhnlein Sektkellereien KG in Wiesbaden wird ab 1. Januar 2009 unter dem Namen Henkell & Co. Sektkellerei KG firmieren. Nachdem im Jahr 1987 aus der Fusion der beiden
langjährigen Wettbewerber Henkell & Co. und Söhnlein Rheingold KG die Henkell & Söhnlein Sektkellereien KG hervorging, trägt das Unternehmen ab 1. Januar 2009 seiner zunehmenden
Internationalisierung mit einer Namensänderung Rechnung. Dabei verdeutlicht der Zusatz „& Co.“ (Compagnie), dass sich Henkell-Sekt national und international in guter Gesellschaft
befindet.
„Henkell ist die meist exportierte deutsche Sektmarke und wird heute in über 70 Ländern der Welt konsumiert. International werden wir also bereits seit Langem als ‚Henkell-Gruppe‛ wahrgenommen“,
so Dr. Hans-Henning Wiegmann, Sprecher der Geschäftsführung. „Folgerichtig hat sich die Geschäftsführung gemeinsam mit der Eigentümerfamilie nunmehr zu dieser Umfirmierung entschlossen.“
Innerhalb weniger Jahre hat sich das Unternehmen durch hochkarätige Zukäufe und zielgruppengerechte Markeninnovationen von einem nationalen Anbieter zu einem der führenden europäischen Anbieter
von Sekt, Wein und Spirituosen entwickelt. Nach den letzten Akquisitionen in der Ukraine und in Italien ist das Unternehmen inzwischen bereits in zehn europäischen Ländern mit eigenen
Tochterunternehmen vertreten.
Im Geschäftsjahr 2007 erzielte die Gruppe im In- und Ausland ein Wachstum im zweistelligen Bereich. Der Absatz wurde um 7,4 Prozent auf umgerechnet 220 Millionen 0,75-l-Flaschen gesteigert, davon
142 Millionen Flaschen Sekt, 31,6 Millionen Flaschen Wein und 46,4 Millionen Flaschen Spirituosen. Der Umsatz kletterte überproportional um knapp 11 Prozent auf 569 Millionen Euro mit
überdurchschnittlichem Wachstum in den zentraleuropäischen Märkten. 2007 beschäftigte Henkell & Söhnlein 527 Mitarbeiter in Deutschland und 1.088 im Ausland.
von Mario Scheuermann
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Montag, 29. dezember 2008
Auch in Italien steigt der Konsum von Schaumwein Jahr für Jahr an. Allein in der Weihnachtszeit lassen die Italiener 35 Millionen Spumante-Korken knallen. Dies ergab eine Umfrage des
Forschungsinstituts Sos Consumatori, die am Montag veröffentlicht wurde. Aufs ganze Jahr gesehen sind des 80 Millionen Flaschen. Dies beschert den Winzern 200 Millionen Euro Umsatz pro Jahr. Die
Jahresproduktion von Spumante liegt derzeit bei 240 Millionen Flaschen. Der steigende Konsum ist auch den sinkenden Preisen zuzuschreiben ist. Für eine Flasche Spumante im niedrigeren
Preissegment musste man noch vor drei Jahren zwischen vier und sieben Euro ausgeben. Die selbe Qualität ist nun bereits um zwei und vier Euro zu haben.
von Mario Scheuermann
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Donnerstag, 25. dezember 2008
Die Hamburger Illustrierte stern hat auf ihrer Online-Seite einen grossen Champagner-Test angekündigt: Welcher Champagner ist der beste? O-Zitat: „Wir haben verschiedene Sorten gekauft, probiert
und verraten Ihnen, welchen Champagner Sie in den nächsten Tagen unbedingt geniessen sollten.“ Da darf man doch mit Fug und Recht gespannt sein und erwarten, dass tatsächlich einige der
besten oder wenigstens bekanntesten Marken getestet werden: Moet, Veuve, Taittinger, Bollinger, Roederer etc. Doch was dann das Vier-Minuten-Video zeigt, ist dermassen hanebüchen, dass man es kaum glauben mag. Da sitzen die beiden
Sommelièren des Hamburger Luxushotels Louis C. Jacob Dagmar Willich und Lidwina Weh an der Hotelbar und bekommen ganze vier (!) Champagner verdeckt eingeschenkt, gekauft bei Discountern und
Handelsketten.
Nach dem Trailer des Sponsors Zurich Help Point legen die beiden Testerinnen los und sparen nicht mit Lob: „alle sehr, sehr gut.“ Wie man nach und nach erfährt, handelt es sich um Veuve
Durand von ALDI Nord, Bisinger von Lidl, Meunier von Edeka und Lanson Black Label von Rewe. Der Lanson ist mit 24,99 Euro der teuerste und er findet den ungeteilten Gefallen der beiden
Chef-Sommelièren. Mit einer Note von 15/20 Punkten bleibt er aber im Mittelmass hängen. Auf Platz zwei landet mal wieder der ALDI-Champagner. Er ist mit 13.99 Euro der preiswerteste in der Runde
aber auch seine Note fällt mit 14,25/20 ziemlich dürftig aus. Eine Frage drängt sich bei dieser peinlichen Werbeveranstaltung allerdings auf: was verspricht sich die Hotelleitung von einem
solch fragwürdigen Auftritt ihrer beiden Weinfachfrauen?
von Mario Scheuermann
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Mittwoch, 24. dezember 2008
In der New Yorker Barszene feiern derzeit die Champagner-Cocktails ein Comeback. Darüber berichtet heute die Welt. Viele der neuen Rezepte sind Varianten altbewährter Mischungen. So
ersetzen Blutorangen, Granatäpfel oder Kiwis in Abwandlungen des überaus beliebten "Bellini" das Pfirsichmus. Statt mit italienischem Prosecco lässt sich der Cocktail-Klassiker auch mit
Champagner imageträchtig zubereiten. In der Bubble Lounge am Broadway mixt man den „Bubble Truffle"aus Taittinger-Champagner, Himbeeren und Schokoladenlikör und in der Bar Death & Company im
New Yorker East Village den Iron Chancellor aus Champagner mit einen Schuss Espresso-Sirup und Guiness-Bier.
von Mario Scheuermann
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Mittwoch, 24. dezember 2008
Trotz Konsumflaute und Rezession erwartet der Sektmarktführer Rotkäppchen-Mumm in Freyburg für 2008 erneut Steigerungen bei Absatz und Umsatz. Trotz Preiserhöhungen bei der Kernmarke erwartet
Rotkäppchen-Chef Gunter Heise entsprechend dem Markttrend nun ein Absatzplus von etwa 8,2 Prozent (Stand August 2008). Bisher gebe es noch keine Anzeichen, dass den Deutschen die Sektlaune
vergehen werde. Prognosen fielen momentan aber schwer. 2007 hatte Rotkäppchen mit rund 500 Beschäftigten an fünf Standorten in Sachsen-Anhalt, Hessen, Baden-Württemberg und Thüringen mit einem
Marktanteil von 39,1 Prozent im deutschen Sektmarkt die Konkurrenz abgehängt. Mit einem Absatz von 186 Millionen Flaschen Sekt, Spirituosen und Wein (2006: 168,4) kletterte der Umsatz auf den
Rekordwert von 709,5 Millionen Euro (2006: 651,5 Millionen Euro).
von Mario Scheuermann
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Dienstag, 23. dezember 2008
Die Idee ist nicht wirklich neu, aber sie gilt in bestimmten Kreisen offenbar
wieder als dernier cri. Was einst für unsere bürgerlichen Omas das Danziger Goldwasser war, ist für Schönen und Reichen von heute die Cava-Marke 24 k von Artesanos del Vino in Valencia. Diese Kellerei veredelt einen ganz normalen weissen Cava aus den Sorten Macabeo, Xarel.lo, Perelada und Chardonnay bzw.
einen Rosé-Cava mittels einer speziellen Likördosage in ein limitiertes Luxusprodukt. Das besondere ist der Silber bzw. Goldstaub, der in dem Likör enthalten ist. Pop-Queen Madonna orderte jetzt
für ihre Weihnachtsparty gleich 25 Flaschen der Version Silver zum Flaschenpreis von 130 Euro. „Sie ist nicht die einzige“, so Firmenchef Alberto Fernandez, „wir haben zahlreiche berühmte
Kunden, die diesen Luxus-Cava für ihr Weihnachtsfest geordert haben.“
von Mario Scheuermann
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Montag, 22. dezember 2008
Der Erfolg der Golser Sektkellerei Szigeti, über den ich bereits hier und hier berichtet habe, hat offensichtlich im Burgenland einen Boom für Winzersekte ausgelöst. Immer mehr Weinbauern lassen Weine
bei den Golsern versekten. Das berichtet heute der Österreichische Rundfunk (ORF). Auch das Geschäft mit den Perlweinen
(Frizzante) boomt. Szigeti ist die einzige Sektkellerei im Burgenland. Sie produziert mittlerweile schon zu 40 Prozent für andere Winzer, darunter etwa das Weingut Esterhazy oder Kerschbaum in Horitschon. Insgesamt produziert Szigeti eine Million Flaschen pro
Jahr. Ein anderer Lohnversekter ist Schlumberger in Wien. Diese Kellerei produzierte z.B. auch den Sekt des WeingutesMeinklang in Pamhagen, der jetzt bei einer Vergleichsverkostung den dritten Platz erzielte.
von Mario Scheuermann
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Samstag, 20. dezember 2008
Die Champagner-Eigenmarke Veuve Monsigny von ALDI Süd sorgt mal wieder für Furore. Für die Januarausgabe der Zeitschrift „Test“ standen 26 Qualitätsschaumweine zwischen 2,89 und 16 Euro EVP auf dem prüfstand der
Stiftung Warentest darunter auch fünf Champagner . Der 14-Euro-Champagner des Discounters belegte mal wieder den ersten Platz. Auch die Champagner von Aldi (Nord), Lidl und Plus
überzeugten die Tester durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Gut schnitten nach einem Vorabbericht des Blattes auch die Rebsortensekte von Menger Krug (Riesling) und Rotkäppchen
(Weissburgunder) zu je ca. 15 Euro ab. Unter den Rosésekten überzeugten Geldermann (ca. 11 Euro) und Henkell (ca. 6 Euro). Schaut man sich allerdings die gesamt Auswahl der getesteten Produkte
an, wird schnell klar, dass die Messlatte in Sachen Qualität bei diesem Test nicht sonderlich hoch angesetzt war.
von Mario Scheuermann
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